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Sicherheitsübersicht

Bei faktoora ist Sicherheit die Grundlage von allem, was wir entwickeln. Als E-Rechnungsplattform für sensible Finanzdaten schützen wir Ihre Daten auf jeder Ebene – von der Infrastruktur über die Anwendung bis zu unseren internen Prozessen.

Unsere Sicherheitsprinzipien

PrinzipWie wir es umsetzen
VertraulichkeitStrikte Zugriffsbeschränkungen, Verschlüsselung externer Kommunikation und gespeicherter Daten, Hosting in Deutschland
IntegritätParametrisierte Datenbankabfragen, manipulationserkennbarer Audit-Trail, Integritätsprüfung der Backups
VerfügbarkeitHäufige verschlüsselte Backups an einem separaten Standort, automatische Wiederherstellung von Diensten, ein dokumentierter und erprobter Notfallwiederherstellungsplan
Minimale RechteRollenbasierte Zugriffskontrolle, Dienste mit minimalen Rechten, eingeschränkter Produktionszugang
Mehrschichtige VerteidigungMehrere Sicherheitsebenen über Netzwerk, Infrastruktur, Anwendung und Daten
Kontrollierte ÄnderungenCode-Änderungen durchlaufen Merge Requests mit automatisierten Qualitätsprüfungen; Produktions-Deployments erfolgen manuell durch autorisiertes Personal
Sicher als StandardGehärtete Basis-Images, geschützte Branches, Dienste ohne Root-Rechte

Verschlüsselung

Bei der Übertragung

Externe Kommunikation ist mit TLS 1.2 oder höher verschlüsselt, darunter API-Aufrufe, Webhook-Zustellungen, E-Rechnungs-Zustellung und Drittanbieter-Integrationen. E-Mails werden per TLS übertragen, wo der empfangende Server dies unterstützt.

Bei der Speicherung

Unsere Produktionsserver nutzen Festplattenvollverschlüsselung für Datenbanken und Dateispeicher, und unsere Backups sind verschlüsselt. Der Zugriff auf die Schlüssel ist auf wenige ausdrücklich autorisierte Personen beschränkt.

Auf Anwendungsebene

Die Anmeldung erfolgt über unseren selbst betriebenen Identity Provider – die faktoora-Anwendung selbst speichert keine Passwörter. API-Schlüssel werden nur als Einweg-Hash gespeichert und können nach der Erstellung nicht abgerufen werden. Sensible Zugangsdaten für Integrationen werden vor der Speicherung verschlüsselt. Audit-Log-Einträge sind kryptografisch verkettet, sodass nachträgliche Änderungen erkennbar sind.

Zugriffskontrolle

Anwendungszugang

faktoora unterstützt mehrere Authentifizierungsmethoden:

  • E-Mail und Passwort über unseren Identity Provider, mit Brute-Force-Schutz und Unterstützung für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Single Sign-On (SSO) über OpenID Connect für Unternehmenskunden
  • API-Schlüssel für programmatische Integrationen, gehasht gespeichert und mit verpflichtender Ablaufzeit von höchstens einem Jahr

Unser Berechtigungsmodell nutzt rollenbasierte Zugriffskontrolle mit feingranularen Berechtigungen, mandantenbezogene Zugriffe für Konten mit mehreren Firmen und tarifabhängige Funktionsfreigaben.

Support-Zugriff

Wenn Sie den Support kontaktieren, kann autorisiertes faktoora-Personal vorübergehend auf Ihr Konto zugreifen, um das Anliegen zu untersuchen und zu lösen. Dieser Zugriff ist auf autorisiertes Personal beschränkt, zeitlich begrenzt und wird im manipulationserkennbaren Audit-Trail protokolliert. Für Geschäftskunden erfolgt er nur im Rahmen der Auftragsverarbeitungsvereinbarung und der AGB (Ziffer 8.11) – zur Bearbeitung einer Kundenanfrage, zur Fehleranalyse oder zur Erbringung der vereinbarten Leistung.

Produktionsinfrastruktur

Der Produktionszugang ist auf ausdrücklich autorisiertes Personal beschränkt und erfordert Mehrfaktor-Authentifizierung. Die Produktionsumgebung ist von allen Entwicklungssystemen isoliert – keine CI/CD-Pipeline und kein Entwicklungssystem kann sie erreichen. Deployments werden ausschließlich manuell von autorisierten Personen durchgeführt.

Zugriffs-Lebenszyklus

  • Neue Teammitglieder erhalten rollengerechte Zugänge; Produktionszugang erfordert die Freigabe der technischen Leitung
  • Vierteljährliche Überprüfung der Zugänge zu Code-Repositories und Produktion
  • Beim Ausscheiden werden Zugänge umgehend entzogen und gemeinsam genutzte Zugangsdaten, die der Person bekannt waren, rotiert

Sicherer Entwicklungsprozess

Code-Änderungen folgen einem strukturierten Prozess:

  1. Nachverfolgbare Änderungen – Änderungen sind mit dokumentierten Anforderungen und Akzeptanzkriterien verknüpft
  2. Branch-Isolation – Arbeiten werden in eigenen Branches entwickelt und über Merge Requests in geschützte Branches übernommen, die nur autorisierte Maintainer mergen dürfen
  3. Automatisierte Qualitätsprüfungen – jeder Merge Request durchläuft Linting, Typprüfung, automatisierte Tests und Build-Verifikation; solange diese fehlschlagen, kann nicht gemergt werden
  4. Automatisierte Sicherheitsscans – statische Code-Analyse und Schwachstellenscans der Abhängigkeiten laufen automatisiert in unseren Build-Pipelines; Befunde werden bewertet und risikobasiert behandelt
  5. Vertieftes Review – umfangreiche oder risikoreichere Änderungen werden bei Bedarf von einem zweiten Entwickler vertieft geprüft, einschließlich manueller Tests
  6. Gestufter Rollout – Änderungen durchlaufen Staging-Umgebungen, bevor sie in Produktion gehen

Lieferkettensicherheit

Unsere Anwendungsdienste basieren, wo verfügbar, auf gehärteten, minimalen Basis-Images. Deren Herkunft und Signatur werden vor jedem Build kryptografisch verifiziert, und zu jedem verifizierten Basis-Image gehört eine Software Bill of Materials (SBOM). Alle Dienste laufen ohne Root-Rechte.

Abhängigkeitsmanagement

Abhängigkeiten von Drittanbietern werden kontinuierlich auf bekannte Schwachstellen überwacht. In unseren Projekten werden neu veröffentlichte Paketversionen erst nach einer Wartezeit übernommen – als Schutz vor kompromittierten Releases.

Infrastruktursicherheit

Hosting

Alle Produktionssysteme werden in ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland betrieben.

Trennung der Umgebungen

Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen sind strikt getrennt. Die Produktion ist isoliert und aus keiner anderen Umgebung erreichbar.

Netzwerksicherheit

Unsere Infrastruktur nutzt mehrere Ebenen des Netzwerkschutzes, darunter Firewalls auf Provider- und Host-Ebene sowie Authentifizierung auf Anwendungsebene. Datenspeicher sind nie direkt aus dem Internet erreichbar. Administrative Zugänge zu den Produktionsservern erfordern Mehrfaktor-Authentifizierung.

Fehlerüberwachung

Die Fehlerüberwachung der Anwendung läuft auf unserer eigenen Infrastruktur in Deutschland. Fehlerberichte werden bereits clientseitig minimiert, bevor sie übertragen werden.

Audit-Logging

Nutzeraktionen werden in einem nur erweiterbaren Audit-Trail protokolliert. Jeder Eintrag ist kryptografisch mit dem vorherigen verkettet, sodass nachträgliche Änderungen erkennbar sind.

Verwaltung von Secrets

Produktions-Secrets werden den Diensten zur Laufzeit bereitgestellt, sind aus Entwicklungs- und Testumgebungen nicht zugänglich, und der Zugriff ist auf autorisiertes Personal beschränkt.

Fragen?

Bei Sicherheitsfragen wenden Sie sich an security@faktoora.com.

Um eine Schwachstelle zu melden, besuchen Sie unsere Seite Schwachstellenmeldung.