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Rechnungsversand – Rückläufer und Bounces

Behandlung von abgelehnten und zurückgeführten Rechnungsmails

Übersicht

Wenn eine Rechnungs-E-Mail nicht zugestellt werden kann, wird sie vom Empfänger-Mailserver als "Bounce" oder "Rückläufer" zurückgewiesen. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Rückläufer erkennen und damit umgehen.

Was ist ein Bounce?

Ein Bounce ist eine Fehlermeldung, die vom Empfänger-Mailserver zurückkommt, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden kann. Es gibt zwei Arten:

Hard Bounce (Fehler auf Seite des Empfängers):

  • Mailbox existiert nicht oder wurde gelöscht
  • Die E-Mail-Adresse ist ungültig (z. B. Syntaxfehler)
  • Der Empfänger-Server lehnt E-Mails vom Absender dauerhaft ab

Soft Bounce (vorübergehender Fehler):

  • Empfänger-Mailbox ist voll
  • Empfänger-Mailserver ist vorübergehend nicht erreichbar
  • Mailserver lehnt die E-Mail aus temporären Gründen ab

Rückläufer erkennen

In der Web-Oberfläche

  1. Öffnen Sie die Rechnungsdetails
  2. Suchen Sie nach dem Bereich "Zustellungen" (Delivery)
  3. Achten Sie auf Fehlermeldungen oder Statusinformationen
  4. Die E-Mail-Adresse kann mit einem Fehlerindikator gekennzeichnet sein

Bounce-Benachrichtigungen

Wenn Sie einen eigenen SMTP-Server konfiguriert haben, erhalten Sie möglicherweise Bounce-E-Mails von Ihrem Mailserver:

  • Überprüfen Sie Ihr Postfach auf NDR (Non-Delivery Reports)
  • Diese enthalten Fehler vom Empfänger-Server
  • Notieren Sie die problematischen E-Mail-Adressen

Per API prüfen

Verwenden Sie GET /invoices/{faktooraId}/status um die Zustellhistorie zu prüfen:

{
  "delivery": [
    {
      "type": "email",
      "recipient": "ungueltig@beispiel.de"
    }
  ]
}

Hinweis: Standard-E-Mail-Zustellungen speichern keine Fehler-Statuswerte. Wenn ein Bounce eingetreten ist, wird dies möglicherweise nur durch Bounce-E-Mails von Ihrem Mail-Service angezeigt.

Mit Rückläufern umgehen

Hard Bounces beheben

Schritt 1: Empfänger identifizieren

  • Notieren Sie die E-Mail-Adresse aus dem Bounce
  • Überprüfen Sie, ob Sie die Adresse korrekt erfasst haben

Schritt 2: Kontakt mit dem Empfänger aufnehmen

  • Rufen Sie den Empfänger an oder kontaktieren Sie ihn per anderen Kanal
  • Fragen Sie nach der korrekten E-Mail-Adresse
  • Überprüfen Sie, ob die Person noch das Unternehmen angehört

Schritt 3: Adresse korrigieren

  • Aktualisieren Sie die E-Mail-Adresse in faktoora
  • Versenden Sie die Rechnung erneut

Schritt 4: Vergangenheit aufräumen

  • Überprüfen Sie andere Rechnungen an denselben Empfänger
  • Korrigieren Sie die E-Mail-Adresse auch dort, wo nötig

Soft Bounces beheben

Bei vorübergehenden Fehlern (Mailbox voll, Server nicht erreichbar):

Schritt 1: Warten

  • Soft Bounces sind normalerweise vorübergehend
  • Der Empfänger-Server versucht normalerweise, die E-Mail später zu liefern

Schritt 2: Manuell erneut versenden

  • Warten Sie einige Stunden
  • Versenden Sie die Rechnung erneut
  • Prüfen Sie, ob diesmal eine erfolgreiche Zustellung möglich ist

Schritt 3: Mit Empfänger klären

  • Falls mehrere Soft Bounces auftreten, kontaktieren Sie den Empfänger
  • Bitten Sie ihn, die Mailbox zu leeren oder sein System zu prüfen

Spamfilter und Blockierungen

Manche Rückläufer sind nicht auf echte Fehler zurückzuführen, sondern auf Spamfilter oder Mail-Server-Blockierungen.

Erkennungszeichen:

  • Bounce-Code wie 550 Rejected oder 554 Service not available
  • Der Empfänger-Server blockiert E-Mails von Ihrer Domain
  • Die E-Mail wird akzeptiert, aber nicht zugestellt (endet im Spam-Ordner des Empfängers)

Behebung:

Auf Ihrer Seite:

  • Prüfen Sie, ob Ihre Domain in Blacklisten eingetragen ist
  • Konfigurieren Sie SPF- und DKIM-Einträge richtig (falls Sie einen eigenen SMTP-Server verwenden)
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre IP-Adresse nicht in Spam-Listen ist

Beim Empfänger:

  • Der Empfänger sollte mit seinem IT-Team klären
  • Der Empfänger sollte faktoora-E-Mails als vertrauenswürdig markieren
  • Der Empfänger sollte SPF- oder DKIM-Validierung konfigurieren (falls applicable)

Systeme und automatisierte Empfänger

Manchmal können automatisierte Systeme (z. B. SAP, ERP-Systeme) die Rechnungs-E-Mail nicht verarbeiten.

Häufige Probleme:

  • Ungültiges Format: Das System erkennt das Rechnungsformat nicht
  • Fehlende Informationen: Erforderliche Felder sind nicht vorhanden
  • Zu große Anhänge: Das System lehnt Anhänge über einer Größengrenze ab
  • Ungültige Zeichenkodierung: UTF-8 oder andere Kodierungen werden nicht unterstützt

Behebung:

  1. Kontaktieren Sie den System-Administrator
  2. Fragen Sie nach den Anforderungen des Systems:
    • Welche Dateiformate werden unterstützt?
    • Welche Kodierung wird erwartet?
    • Welche E-Mail-Header oder Metadaten werden benötigt?
  3. Passen Sie Ihre Rechnungen an die Anforderungen an
  4. Versenden Sie einen Test-Beispiel und bitten um Bestätigung

Versand mit eigenem SMTP-Server

Falls Sie einen eigenen SMTP-Server konfiguriert haben, können Sie Bounces detaillierter verfolgen:

  1. Überprüfen Sie die Logs Ihres Mail-Servers
  2. Suchen Sie nach Bounce-Benachrichtigungen (NDR, Undeliverable)
  3. Notieren Sie die genauen Fehlercodes des Empfänger-Servers
  4. Kontaktieren Sie den faktoora-Support mit den Fehlerdetails

Siehe auch: SMTP einstellen und versenden

Best Practices zur Minimierung von Rückläufern

  1. Adressen überprüfen

    • Validieren Sie E-Mail-Adressen beim Erfassen
    • Bitten Sie um Bestätigung von ungewöhnlichen Adressen
  2. Regelmäßig aufräumen

    • Überprüfen Sie alte Kontakte auf ungültige Adressen
    • Aktualisieren Sie Empfänger-Informationen bei Bedarf
  3. Mit Empfängern kommunizieren

    • Informieren Sie Empfänger, dass sie Rechnungs-E-Mails von faktoora erwarten sollten
    • Bitten Sie sie, die Adresse zu ihren vertrauenswürdigen Absendern hinzuzufügen
  4. SMTP-Konfiguration optimieren

    • Falls Sie einen eigenen SMTP-Server nutzen, stellen Sie sicher, dass SPF, DKIM und andere Authentifizierungen korrekt konfiguriert sind
    • Siehe: SMTP einstellen und versenden

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