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XRechnungen abgewiesen: Leitweg-ID und Käuferreferenz

Häufige Gründe für Ablehnungen von XRechnungen im Zusammenhang mit Leitweg-ID und Käuferreferenz

Käuferreferenz, Leitweg-ID und Bestellreferenz unterscheiden

Diese drei Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber nicht dasselbe:

  • Käuferreferenz (BT-10) — eine Kennung, die der Empfänger für seine interne Zuordnung vergibt. Bei öffentlichen Auftraggebern ist genau das die Leitweg-ID. Im Datenmodell ist es das Feld buyerReference.buyerReferenceId.
  • Bestellreferenz (BT-13) — die Bestell- oder Auftragsnummer des Käufers, damit er die Rechnung seiner Bestellung zuordnen kann. Im Datenmodell buyerReference.IssuerAssignedID. Das ist nicht die Leitweg-ID.

Die Leitweg-ID ist also kein eigenes Feld neben der Käuferreferenz, sondern der Wert, den öffentliche Auftraggeber in die Käuferreferenz eintragen lassen.

Wann ist die Leitweg-ID erforderlich?

Die Leitweg-ID ist nicht zwingend erforderlich. Faktoora prüft, dass bei einer XRechnung mindestens eines der folgenden Felder vorhanden ist:

  • Leitweg-ID / Käuferreferenz (BT-10)
  • E-Mail-Adresse des Empfängers
  • Ansprechpartner des Empfängers mit E-Mail
  • PEPPOL-ID des Empfängers

Solange Sie also eine gültige E-Mail-Adresse des Empfängers hinterlegt haben, ist die Leitweg-ID nicht erforderlich.

Was tun, wenn der Empfänger keine Leitweg-ID hat?

Wenn der Rechnungsempfänger keine Leitweg-ID besitzt (typischerweise bei Privatunternehmen), müssen Sie keine Leitweg-ID eintragen. Es reicht aus, wenn Sie die E-Mail-Adresse oder PEPPOL-ID des Empfängers in der XRechnung angeben.

Das Feld "Leitweg-ID" oder "Käuferreferenz" in faktoora bleibt in diesem Fall leer.

Welchen Wert trage ich wo ein?

Fragen Sie im Zweifel beim Empfänger nach, welche Kennung er erwartet — und tragen Sie sie in das passende Feld ein:

Der Empfänger nennt Ihnen …Feld in faktooraEN 16931
eine Leitweg-ID (öffentliche Auftraggeber)KäuferreferenzBT-10
eine Kreditoren- oder Lieferantennummer für die interne ZuordnungKäuferreferenzBT-10
eine Bestell- oder AuftragsnummerBestellreferenzBT-13

Eine Bestellnummer in der Käuferreferenz führt bei öffentlichen Auftraggebern dazu, dass die Rechnung nicht zugeordnet werden kann — dort gehört die Leitweg-ID hin.

Häufige Gründe für Ablehnungen von XRechnungen

Ablehnung bei der Erstellung durch faktoora

Wenn faktoora beim Erstellen eine Fehlermeldung zeigt, prüfen Sie:

  • Fehlende Kontaktdaten: Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens eine der folgenden Angaben für den Empfänger gemacht haben: E-Mail-Adresse, Leitweg-ID, PEPPOL-ID oder Ansprechpartner mit E-Mail
  • Fehlende oder ungültige Umsatzsteuer-ID: Wenn Sie die UST-ID des Empfängers angeben, wird diese überprüft und muss dem erwarteten Format entsprechen
  • Ungültige Feldformate: IDs und Referenzen müssen strukturell korrekt sein

Ablehnung durch die Empfängerplattform

Falls faktoora die XRechnung akzeptiert, aber die Empfängerplattform (Peppol-Netzwerk, EDI-System oder Geschäftssystem des Empfängers) die Rechnung ablehnt, liegt die Ursache außerhalb von faktoora:

  • Der Empfänger wendet strengere Regeln an als der EU-Standard EN16931
  • Die Leitweg-ID oder Käuferreferenz ist in dem Empfängersystem nicht registriert oder nicht gültig
  • Das System lehnt die Rechnung aus geschäftlichen Gründen ab (z. B. Authentifizierungsfehler, fehlende Genehmigung, Datensatz nicht gefunden)

Wenden Sie sich in diesen Fällen an den Rechnungsempfänger, um zu klären:

  • Welche Leitweg-ID oder Referenz erwartet er genau?
  • Ist das Konto oder der Lieferantendatensatz in seinen Systemen korrekt registriert?
  • Welche genaue Fehlermeldung zeigt sein System?

Faktoora kann die internen Anforderungen anderer Organisationen nicht vorhersehen — jede Einrichtung führt ihre eigenen Prüfungen durch.

KoSIT-Prüfprotokoll

Das KoSIT-Prüfprotokoll der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) ist ein Validierungssystem zur Überprüfung deutscher XRechnungen. Es prüft die Einhaltung nationaler und europäischer Standards (EN16931).

Wenn ein Empfänger eine Rechnung mit einem "KoSIT-Fehler" ablehnt, bedeutet das, dass die Datei gegen die erwartete Struktur verstößt — zum Beispiel:

  • Format- oder Strukturfehler im XML
  • Fehlende oder falsch formatierte Pflichtfelder
  • Ungültige Wertekombinationen (z. B. Steuersatz passt nicht zur Steuerkategorie)

Faktoora prüft XRechnungen beim Erstellen bereits gegen diese Standards. Falls Sie dennoch eine KoSIT-Fehlermeldung vom Empfänger erhalten:

  1. Überprüfen Sie, dass alle Pflichtfelder korrekt gefüllt sind
  2. Validieren Sie die Steuerkategorien und -sätze (siehe Abschnitt unten)
  3. Kontaktieren Sie den Rechnungsempfänger und bitten um die genaue Fehlermeldung
  4. Bei Bedarf wenden Sie sich an den faktoora-Support

Steuerkategorie und Steuersatz prüfen

Eine häufige Fehlerquelle ist die Kombination von Steuerkategorie und Steuersatz. Nach EN16931 gibt es Regeln, welche Sätze zu welchen Kategorien passen:

  • Steuerkategorie "Standard" (S): Erwartet typischerweise positive Steuersätze (z. B. 19% oder 7% in Deutschland)
  • Steuerkategorie "Ermäßigt" (AA, AE, etc.): Ermäßigte oder spezielle Sätze
  • Steuerkategorie "Befreit" (E): Steuersatz muss 0% sein

Wenn Sie zum Beispiel Steuerkategorie "Standard" mit Steuersatz 0% verwenden, lehnen viele Validatoren und Empfängersysteme diese Kombination ab. Verwenden Sie stattdessen "Befreit (E)" mit 0%.

Nachträgliche Korrektionen

Falls Sie nach dem Versand feststellen, dass Angaben falsch waren:

  • Eine bereits erstellte XRechnung kann nicht nachträglich korrigiert werden
  • Sie müssen eine Stornorechnung (hebt die fehlerhafte Rechnung auf) und eine Korrekturrechnung (mit den richtigen Daten) erstellen
  • Beide Rechnungen werden dokumentiert und können versendet werden

Siehe hierzu auch: Storno und Gutschrift bei vorhandenen Rechnungen.

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